Kulturszene Afghanistan: Schwankende Stimmung

23. November 2006 - 10:50

Die Taliban verboten sowohl das Hören wie das Machen von Musik. Es durften auch keine „Abbilder“ angefertigt werden. Fotographie war verboten, Filme waren verboten und die bildenden Künstler gingen entweder in den Untergrund oder verließen das Land.

Erst mit dem Sturz der Taliban vor fünf Jahren wurde in Afghanistan Kunst erst wieder möglich. Viele Künstler kamen aus dem Exil zurück. Es entwickelte sich eine junge, recht quirlige Kulturszene, die beim Punkt Null wieder anzufangen versuchte.

Nun melden sich die Taliban wieder zurück. Im Süden des Landes kontrollieren sie bereits wieder einige Provinzen und liefern sich Gefechte mit den NATO Truppen. Die Zahl der Anschläge in Afghanistan ist auf 600 pro Monat gestiegen.

Die Beobachter sind überrascht von der zahlenmäßigen Stärke der Taliban. Pessimisten befürchten, dass ein Sieg über die Taliban eine Illusion sei.

Angst und Unsicherheit sind nach Afghanistan zurück gekehrt. Davon bleibt auch die Kulturszene nicht unbeeinflusst.

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