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Streik der Basaris


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ATMO

[Basar]

Der große Bazar im Herzen Teherans hat wieder geöffnet. Es herrscht nicht viel Betrieb. Die Kunden kaufen nicht, klagen die Verkäufer; alles sei so teuer geworden, klagen die Kunden.

Am vergangenen Montag war der größte Teil des Basars geschlossen. Die Händler folgten den Protesten, die in Esfahan und Schiraz begonnen hatten.

Es geht um eine Mehrwertsteuer von 3 Prozent, die das Parlament bereits im Januar beschlossen hatte und nun erstmals eingeführt werden sollte.

Die Händler sind alles andere als glücklich darüber.

O-TON 01

Die Kunden müssten noch mehr bezahlen – empört sich dieser Haushaltswarenhändler. Wir haben 3 Prozent Zoll, 3 Prozent für den Zwischenhändler, drei Prozent Steuern und so weiter zu bezahlen. Am Ende sind wir bei 30 Prozent.

Die Inflation, die seit Amtsbeginn von Präsident Ahmadinejad auf 30 Prozent geklettert ist, macht auch dem Einzelhandel zu schaffen, weil dieKunden ausbleiben. Unmut über den allgemeinen Kurs der Regierung kommt hinzu.

Sina besitzt ein Juweliergeschäft im Bazar.

O-TON 02

Einige Leute haben die Gelegenheit genutzt, um ihre Unzufriedenheit mit all den Problemen zu zeigen. Ständig wird man gemassregelt, junge Mädchen werden auf derStrasse wegen ihrer Kleidung verhaftet, dann führen sie auch noch neue Steuern ein. Einge haben sogar angefangen, Dinge zu zerstören. Die Polizei hat nicht mal versucht, ihnen Einhalt zu bieten.

Wenn es im Bazar rumort, schreckt die Regierung auf. Die Händler besitzen politisch großen Einfluss und es wird ihnen nachgesagt, ohne ihre Unterstützung hätte die Revolution gegen den Schah vor 29 Jahren keine Chance gehabt.

Sie gelten als politisch konservativ und zählen eigentlich zum Establishment der Islamischen Republik. Aber beim Geld hören die politischen Freundschaften auf.

Erschrocken gab der Finanzminister bekannt, die Einführung der Mehrwertsteuer erst einmal für 2 Monate auszusetzen, um in der Zischenzeit alles friedlich zu regeln.

Es geht aber auch um etwas Grundsätzliches. Khashayar ist ein Jeans-Großhändler:

O-TON 03

Vielleicht sollte ich das nicht sagen, aber wenn ich eine zusätzliche Steuer bezahle, dann sollte ich dafür auch eine zusätzliche Leistung erhalten. Die Regierung tut aber nichts für mich. Warum soll ich dann mehr Steuern bezahlen?

Wer Steuern bezahlt, kann auch eine Gegenleistung. Dies ist imIran alles andere als selbstverständlich.

Bislang haben die reichhaltigen Einnahmen aus dem Erdöl den größten Teil der Staatshaushaltes gedeckt. Die Regierung war auf steuerzahlende Bürger nicht angewiesen. Das ändert sich jetzt, weil sich die Staatsausgaben ins Gigantische aufgebläht haben. Viel Geld wurde verschwendet. Eine Neuordnung der Finanzen wird dringlich.

Mit der Aussetzung der neuen Steuer hat die Ahmadinejad-Regierung die Situation erst einmal entspannt. Sina, der Juwelier, glaubt, die Regierung werde halt einen anderen Weg finden, die Händler zu schröpfen.

O-TON 4

Selbst wenn sie den Plan mit den 3 Prozent fallen lassen, wird die Regierung das Geld irgendwie von uns bekommen.

Der Konflikt scheint vom Tisch, aber der Unmut ist geblieben.

Im Juni wird Ahmadinejad sich wieder einer Wahl stellen müssen. Es steht nicht gut für ihn.

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