Avenida Jiménez

29. January 2006 - 16:51

Der Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez hat Bogotá, die Hauptstadt seines Heimatlandes Kolumbien, nie recht gemocht. Er war an der karibischen Küste aufgewachsen und fand Bogotá, wo er einen Teil seiner Studentenzeit verbrachte, einfach zu kalt. Er hat die Stadt aber nicht deswegen verlassen, sondern aus Flucht vor der Gewalt infolge der Ermordung eines beliebten Politikers. Dieses Ereignis leitete eine blutige Ära ein und ist mit Márquez’ Spuren in Bogotá untrennbar verworren. Weiterlesen →

Humboldt

26. January 2006 - 14:49

Alexander von Humboldt hat vor 200 Jahren am Zusammenfluss des Orinoco mit dem Meta, an der heutigen Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien, eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: Indianer, die sich ausschließlich von Erde ernährten. Wie ist das möglich? Gab es dieOtomaken, wie der Stamm der erdessenden Indianer laut Humboldt heißen soll, wirklich? Wenn ja, gibt es sie vielleicht heute noch? Weiterlesen →

Manaus

15. January 2006 - 17:56

Ende des 19. Jahrhunderts erlebte Manaus einen Kautschukboom, der aus den Abenteurern, die in den Amazonas-Urwald gekommen waren, reiche Geschäftsleute machte. Mit aus Europa importierten Materialien ließen die Kautschukbarone auch eine Oper in der von Malaria und Gelbfieber verseuchten Gegend bauen.

Wegen ihrer Exotik wird die Oper heutzutage von Touristen und Opernfans aus aller Welt besucht. Wer aber in der Erwartung kommt, unter tropischen Bäumen neben Indianern zu sitzen, wird enttäuscht. Manaus ist zu einer Metropole von 1,7 Millionen Einwohnern mit einer großen, lebhaften Markthalle und einem vielbefahrenen Hafen herangewachsen. Weiterlesen →

Ladeira de Montanha

2. January 2006 - 17:16

Die Ladeira de Montanha verbindet die historische Unterstadt von Salvador da Bahia mit der reicheren Oberstadt. Jorge Amado hat sie oft in seinen Büchern erwähnt. Schon zu seinen Zeiten war es gefährlich, den Weg zu Fuß zu gehen. Amado beschrieb ein Milieu von Straßenkindern, Prostitution, Drogen und Hunger. Jahrzehnte danach hat sich in der Ladeira de Montanha nichts geändert. Weiterlesen →

Monte Santo

31. December 2005 - 16:46

Im Sertao, dem brasilianischen Hinterland, bekannt für seinen zähen, hart arbeitenden, bitterarmen und tiefgläubigen Menschenschlag, steht ein Berg namens Monte Santo, der “heilige Berg”.

Im 18. Jahrhundert kam ein Missionar am Berg vorbei, sah in ihm eine verblüffende Ähnlichkeit zum Kalvarienberg in Jerusalem und ließ auf der Spitze eine Kirche bauen. Sie ist zu einer Pilgerstätte für Menschen aus ganz Brasilien geworden, die Bitten an Gott haben. Weiterlesen →