Reden sie?
Viel Begeisterung lost die Bereitschaft Irans in Washington nicht aus, mit den USA direkte Gespräche über die Situation im Irak zu führen.
Der außenpolitische Berater von Präsident Bush, Steven J. Hadley, traut Teheran nicht.
“What is interesting is that the Iranians would choose now, at this moment, in such a very public way, to embrace this idea and try to expand it to a negotiation about a broader set of issues. The concern, therefore, is that it is simply a device by the Iranians to try and divert pressure that they’re feeling in New York, to try and drive a wedge between the United States and the other countries with which we are working on the nuclear issue and, if you will, divert pressure and divert attention.” (AP)
US Außenministerin Condoleezza Rice hegt gar grundsätzliche Zweifel, ob die Gespräche zustande kommen werden.
“We will see if and when those talks take place.”
… sagte sie bei einem Stopp in Australien.
Gleichzeitig besteht Uneinigkeit, worüber denn geredet werden soll. Ali Larijani, Sekretär der Nationalen Sicherheitsrates des Iran und Chef-Unterhändler in der Atomfrage, möchte gern über die Situation im Irak im allgemeinen mit den Amerikanern sprechen – die amerikanische Besatzung eingeschlossen.
Iran’s motive behind assistance to the Iraqi nation is helping establishment of lasting security in Iraq, and helping it get rid of the occupiers’ tyranny.
Von einem Reporter der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA gefragt, ob ein Zusammenhang mit der Kontroverse um das iranische Atomprogramm bestehe, antwortete Larijani
„At present there is no connection between the issue and Iran’s nuclear case.”
Die Amerikaner sind nicht so begeistert davon, über die “Tyrannei der Besatzer” mit der iranischen Seite reden zu sollen. Nach der Vorstellung des US Botschafters in Bagdad, Zalmay Khalilzad, wird überhaupt nicht viel geredet, sondern
“We’ll just express concerns with aspects of Iranian policy destabilizing Iraq. … We have serious concerns on aspects of Iranian policy that we will raise.”
George Jahn / AP berichtet von einem britischen Plan, der die zögerliche Gesprächsbereitschaft beim Schopfe packen will.
Britain favors drawing the United States into new talks with Iran over its nuclear program and may float such a plan Monday at a high-level diplomatic meeting outside the U.N. Security Council, a U.N. diplomat said Saturday.
Die bislang geplante Runde der fünf permanenten Mitglieder des Sicherheitsrates plus Deutschland soll um den Iran erweitert werden, um über einen neuen Kompromissvorschlag zu verhandeln.
The five nations would offer Tehran a new but unspecified package of incentives in exchange for a negotiated settlement on Iranian plans for uranium enrichment, which can create both fuel and the fissile core of nuclear warheads, the diplomat said.
Allerdings sei dieser britische Vorschlag der Plan B für den Fall, dass die Differenzen zwischen den USA, Frankreich und Großbritannien auf der einen und China und Russland auf der anderen Seite über das weitere Vorgehen im Sicherheitsrat beigelegt werden können.
Die Meldung verrät nicht, warum die Briten erst die mangelnde Einigkeit im Sicherheitsrat offenbar werden lassen wollen, bevor sie dem Iran ein neues Angebot machen.
Und die USA zurück an den Verhandlungstisch? Wohl kaum.
gepostet am 18. March 2006 um 19:08 von unter Diplomatie, Iran, USA, Ali Larijani, Condoleezza Rice, Weltsicherheitsrat, Irak, Zalmay Khalilzad, Großbritannien. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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