Larijani: “Jede Garantie”

Ali Larijani, dessen Stimme als Sekretär und Chefunterhändler in der Atomfrage, im Streit um Irans Atomprogramm mehr Gewicht besitzt als die lauten Töne von Präsident Ahmadinejad, hat in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Republica noch einmal angeboten, der IAEA eine weitgehende Überwachung der iranischen Nuklearanlagen zu ermöglichen.

On giving guarantee to the West about peaceful use of nuclear technology, Larijani asked “When Iran agrees to inspection of its entire nuclear sites by UN nuclear watchdog, how can it deviate from peaceful path?”.

…. zitiert IRNA aus dem Interview.

Die Antwort auf die von Larijani gestellt Frage ist nicht schwer zu finden: der Iran könnte vom „friedlichen Pfad” abweichen, indem er ohne Kenntnis der IAEA ein geheimes zweites, militärisches Programm betreibt.

Genau dies ist der Verdacht, den die IAEA seit Jahren hegt. Die Weigerung Teherans, alle Verdachtsmomente auszuräumen, ist der Grund, warum alle Inspektionen noch nicht zu einem zufriedenstellenden Abschluss geführt haben.

Von daher ist es etwas blauäugig, wenn Larijani sich ganz unschuldig gibt.

“However, it is impossible to condemn someone before any crime is committed. As a responsible country, we are prepared to give any guarantee.”

Offensichtlich hat Larijani auch einen möglichen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag angedroht, wobei der Zusammenhang dem IRNA Schreiber ein wenig durch die Zeilen gerutscht ist.

Larijani said he is certain that in response, the West will say that once Iran manages to access this technology, it will immediately end its membership in NPT.

Richtig muss es wohl heißen, dass der Iran aus dem Vertrag austreten wird, wenn der Westen dem Iran den Besitz von friedlicher Nukleartechnologie zu verwehren versucht.

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