Iran beharrt auf Anreicherung auf eigenem Boden

Für alle, die zu spät gekommen sind oder in den letzten Monaten keine Zeitung gelesen haben, wiederholte Irans Chefunterhändler in der Atomkontroverse, Ali Larijani, es heute noch einmal:

“Based on law, Iran has planned to produce 20,000 MW of nuclear electricity in the next 20 years and needs to produce nuclear fuel inside the country for those reactors,” chief nuclear negotiator Ali Larijani said in a statement, read out on state television. (Reuters)

Der Iran will also an der Urananreicherung auf eigenem Boden festhalten. Von einem Kompromiss, der Teheran eine Anlage zur Anreicherung für wissenschaftliche Zwecke erlauben würde, ist nicht mehr die Rede.

Larijanis Statement war zuvor vom iranischen Fernsehen als „bedeutende Erklärung” angekündigt worden.

In der Sache kompromisslos, will Larijani aber dennoch weiter verhandeln.

He said Iran was still reviewing nuclear proposals backed by six nations and wanted talks to solve the dispute. But he said the United States “has been trying to create obstacles in the way of talks and a diplomatic solution to this issue.”

“Iran has no other way than to review its nuclear policies if confrontation is chosen, instead of talks,” he said.

Die letzte Bemerkung ist eine deutliche Warnung an den UN Sicherheitsrat, wo derzeit über eine Resolution beraten wird, die vom Iran ultimativ fordern soll, seine Arbeiten an der Urananreicherung einzustellen.

In seinen Bemerkungen lässt Larijani es immer offen, was das Ergebnis eines „Überdenkens der iranischen Atompolitik” sein könnte. Dass viele dies als versteckte Drohung werten, Teheran wolle den Atomwaffensperrvertrag verlassen, scheint ihm nur recht zu sein.

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