Bushehr nicht Teil von Sanktionen

Als Zugeständnis an Russland, das im iranischen Bushehr einen zivilen Nuklearreaktor mit einem Auftragswert von mehr als einer Milliarde US Dollar baut, haben sich Vertreter der USA wie europäischer Staaten darauf geeinigt, dieses Projekt von möglichen Sanktionen auszunehmen. Die Beratungen über den entsprechenden Resolutionsentwurf finden derzeit in New York statt und sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden.

Die Sanktionen sollen vor allem Irans Möglichkeiten beschneiden, mit Hilfe ausländischer Technologie sein Atom- wie sein Raketenprogramm weiter zu entwickeln. Alle Kooperation im Bereich nuklearer Technologie soll deshalb eingestellt werden.

Das Zugeständnis soll Russland es erleichtern, einen Sanktionsbeschluss zu unterstützen, obwohl Moskau weiterhin jeglicher Form von Sanktionen gegen den Iran ablehnend gegenüber steht.

Zudem hat aus russischer Sicht, die Technologie, die für Bushehr eingesetzt werde, wenig militärischen Nutzen. Die abgebrannten Brennstäbe, aus denen Plutonium extrahiert werden könnte, werden nach Russland zur Wiederaufbereitung zurückgeführt.

Die USA hatten Russland eine Ausweitung der nuklearen Kooperation angeboten. Verbunden war dies mit der Hoffnung, Moskau es wirtschaftlich zu erleichtern, auf die Fertigstellung des iranischen Reaktors zu verzichten. Die damit verbundenen Projekt sind aber noch nicht so konkret, dass sie für Russland tatsächlich eine Alternative darstellen.

Der Iran hat in den vergangenen Monaten immer wieder internationale Ausschreibungen für den Bau von bis zu sechs weiteren Zivilreaktoren angekündigt und erkennen lassen, dass Russland damit ein Vorrecht eingeräumt werde.

Ich bin mir sicher, dass wir sehr bald von diesen Ausschreibungen wieder hören werden.

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