Scharfe Töne gegen Verschärfung
Ali Larijani, Chefunterhändler des Iran in der Atomfrage, warnte heute vor einer „Radikalisierung der Situation”, sollte der UN Sicherheitsrat Sanktionen gegen den Iran beschließen.
“If the Europeans give into US pressure, the situation will radicalise in such a way that Iran will suffer the least and the West will suffer the most,” Larijani told the Mehr news agency in an interview.
“Any new resolution would push further back the chance of an agreement.” (AFP)
Im Geist einer besseren Verständigung fügte er dann im selben Atemzug noch ein paar Drohungen an:
“If the other side tries to pass a resolution and exercise pressure and threats, then Iran will not stay indifferent,” added Larijani. …
Security Council moves “would also be perceived by Iran as a threat to our security and will have consequences for our attitude towards the agency,” he said.
“The path of sanctions and an illegal hardening is a path along which a reciprocal reaction from Iran can be expected.”
Konkret spielte er auf die Möglichkeit an, den IAEA Inspektoren in Zukunft den Zugang zu den iranischen Atomanlagen zu versperren. Das Parlament in Teheran hat bereits einen Gesetzentwurf in der Schublade, der die Regierung dazu verpflichten würde, die Inspektoren auszuweisen, sollte es zu einem Sanktionsbeschluss kommen.
He said he did not “favour” such a move but also warned that parliament was right to “defend the natural interests of Iran”.
Um unmittelbaren Eindruck auf die europäischen Staaten zu machen, kommen diese Warnungen aber zu spät. Die Aussenminister der 25 EU Staaten haben gestern in Luxemburg beschlossen, dass sie im Grundsatz einen Sanktionsbeschluss unterstützen würden.
Aber Larijanis Äußerungen sind wohl auch mehr an diejenigen gerichtet, die wie China und Russland davor warnen, jeder Druck auf Teheran würde nur zu einer Eskalation führen. Sie haben jetzt einen Beleg in der Hand, auf den sie verweisen können.
gepostet am 18. October 2006 um 22:17 von unter Sanktionen, Atomenergiebehörde, Ali Larijani. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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