Sanktionen nur gegen militärische Technologie
30. November 2006 - 22:24
Bloomberg berichtet heute die ersten Details, in denen sich die neue Fassung des Resolutionsentwurfes zu Sanktionen gegen den Iran von ihrem Vorgänger unterscheidet.
A revised draft resolution, given this week to the U.S., China and Russia, bans only items that might be used to build a nuclear weapon, the diplomat said on condition of not being identified. The initial text barred the transfer to Iran of a broad range of materials and technology that might contribute to its nuclear or ballistic missile programs.
The new draft removes a proposed ban on fuel for the Bushehr power plant that Russia is helping Iran to build. It also extends to 60 days from 30 days the period before the UN’s nuclear watchdog agency would report to the Security Council on Iran’s compliance with a required suspension of uranium enrichment activities, the diplomat said.
Offensichtlich hat das russische Argument die Oberhand gewonnen, dass ein falsches Signal gesendet werde, wenn dem Iran grundsätzlich alle nukleare Technologie verwehrt werde. Schließlich werde das Recht des Irans auf zivile Nutzung von Atomkraft anerkannt.
Wie denn die zivile von der militärisch relevanten Technologie unterschieden wird und was mit Teilen geschieht, die sowohl zu dem einen wie den anderen Zweck benutzt werden (dual use), steht auf einem anderen Blatt.
Ganz ungelegen wird Russland es sicher auch nicht kommen, dass bei einer solchen Regelung Bushehr völlig von Sanktionen ausgeklammert wird.
Angeblich sollen die USA, denen die erste Fassung des Resolutionsentwurfs nicht scharf genug war, der neuen Fassung im Grundsatz zustimmen.
The U.S., which didn’t fully back the first version of the draft resolution out of concern that it wasn’t tough enough, has signaled overall satisfaction with the European revisions, the diplomat said.
Wahrscheinlich ist die “Zufriedenheit” wohl eher die Einsicht in die Notwendigkeit, dass derartige Kompromisse notwendig sind, wenn Russland wie China der Resolution zustimmen sollen.
Ein Zeitplan, wann Fassung Nummer zwei dem Sicherheitsrat vorgelegt wird, gibt es noch nicht. Vorerst beraten die fünf permanenten Mitglieder plus Deutschland unter einander.
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