Larijani nach Moskau
Nachdem die Reise des iranischen Außenministers Manouchehr Mottaki kurzfristig abgesagt wurde, reist nun Chefunterhändler Ali Larijani morgen nach Moskau, um Gespräche mit dem russischen Sicherheitsrat und im Außenministerium zu führen.
Es gab Spekulationen im Vorfeld, dass eine mögliche Verschiebung des Zeitplans für die Fertigstellung des Reaktors in Bushehr der Grund für die Reise sein könnte.
Reuters zitiert heute “europäische Diplomaten”, die glauben, Larijani wolle die russische Seite davon abhalten, doch noch den im Weltsicherheitsrat diskutierten Sanktionen zuzustimmen.
“The Russians have told the Iranians that they will have to back some sanctions in the end,” a diplomat told Reuters.
“They told the Iranians that they find their refusal to let the IAEA into some facilities incomprehensible and that Iran would benefit the most from such transparency because it would dispel all doubts.”
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sprach sich gestern für baldige direkte Gespräche zwischen den P5+1 und dem Iran zur Beilegung des Konfliktes aus.
“There have been no changes in our position whatsoever,” RIA news agency quoted Lavrov as saying. “We are pursuing the resumption of talks as soon as possible.”
Lawrow hat auch eine Idee, was in solchen Gesprächen unbedingt mit auf der Tagesordnungen stehen sollte:
“When talks start all options that would help the non-proliferation regime will be examined. In this context, I think our proposal (to enrich uranium for Iran) will be very much in demand.”
Schön, wenn Krisenbewältigung und Geschäft so harmonisch Hand in Hand gehen.
gepostet am 9. November 2006 um 17:09 von unter Diplomatie, Iran, Russland. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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