Iran will IAEA Hilfe für Arak

In einem Rundschreiben an Journalisten macht die Arms Control Association darauf aufmerksam, dass der Iran beabsichtigt, am Ende dieses Monats die IAEA um technische Unterstützung für die Anlage zur Produktion von schwerem Wasser in Arak zu bitten.

Solche Anfragen sind nichts Seltenes. Es gehört zu den Aufgaben, die Mitglieder des Atomwaffensperrvertrages darin zu unterstützen, ihre atomaren Anlage so sicher wie technisch möglich zu gestalten.

Nach Auffassung von Robert Einhorn vom Center for Strategic and International Studies und Daryl Kimball, Chef der Arms Control Association, ist der Iran aber kein Routinefall.

Der Iran plant, bis 2009 einen Schwerwasser-Forschungsreaktor zu bauen, der jährlich ausreichend Plutonium für zwei nukleare Sprengköpfe produzieren würde. Die Anlage zur Produktion von schwerem Wasser ist Teil dieses Projekts, das nach Angaben Teherans nur friedlichen Zwecken dienen soll. Einhorn und Kimball haben – und viele andere Experten auch – ihre Zweifel.

In ihren Verhandlungen mit dem Iran hatten Frankreich, Großbritannien und Deutschland dem Iran angeboten, einen entsprechenden Leichtwasser-Reaktor zu liefern, wenn Teheran auf den Schwerwasser-Reaktor verzichtet. Das Angebot wurde nicht angenommen.

Der Antrag bei der IAEA kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Gouverneursrat der IAEA mehrfach seine Bedenken zu dem Projekt in Arak geäußert und den Iran aufgefordert hat, das Vorhaben nicht weiter zu betreiben.

Einhorn / Kimball fänden es deshalb nur konsequent, wenn der Gouverneursrat deshalb den Antrag auf Unterstützung ablehnen würde.

Iran apparently is requesting IAEA assistance in the safety area, recognizing that requests to make facilities safer are usually hard to turn down. But the issue before the board is not safety; it is whether Iran should proceed with a project that the b oard itself has regarded with suspicion and called on Iran to suspend.

At its meeting starting November 23, the IAEA board should again call on Iran to suspend both its heavy-water production facility and the heavy-water reactor. It should not approve technical assistance for Arak that would give legitimacy to a project conceived long ago as providing Iran another route to a nuclear weapons capability.

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