Brzezinski: US könnten Irak-Konflikt auf Iran ausweiten

In einem Gespräch in Jim Lehrer’s News Hour auf PBS zeigte sich Zbigniew Brzezinski, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater in der Carter Regierung, gestern wenig optimistisch, dass die Bush Regierung mit ihrem neuen Plan den Krieg im Irak gewinnen werde.

Seiner Ansicht nach gibt es zwei Szenarien, wie der Konflikt enden wird. Die US Regierung könne den Irakis die Schuld geben und sich mit dem Argument zurückziehen, die Regierung in Bagdad sei nicht in der Lage, ihren Beitrag zur Herstellung der Sicherheit im Lande zu leisten. Den Irakern sei halt nicht zu helfen.

Auf der anderen Seite hat Bush in seiner Rede aber vor den Folgen eines solchen Fehlschlags in schillernden Farben gewarnt. Damit hat er sich eigentlich selbst den Rückzug verbaut. Welche Alternative bleibt dann noch?

[T]his is what really worries me. There are hints in the president’s speech and in Rice’s testimony today about the possibility of escalation, not necessarily in the number of troops, but in the range of the military operations, namely perhaps against Syria or Iran.

And the incident with the Iranian consulate, the rhetoric about Iran, the increasing temptation to blame our failure on the Iranians and the Syrians could push us in that direction. And there are a lot of people still around here, particularly the neocons, who would like us to have a crack at Iran.

Hat die Bush Regierung völlig den Verstand verloren?

Brzezinski formuliert es so:

I think it reflects, on the one hand, desperation, on the other hand, a kind of fanatical commitment which I think is detached from reality.

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