15 Briten – Rahimpour

Sicher nicht über zu bewerten, aber doch ein interessanter Hinweis, in welchem Stil der Iran die Situation mit den 15 britischen Marineangehörigen zu lösen versucht.

Der britische Botschafter im Iran, Jeffrey Adams, hatte heute ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter für Westeuropa im iranischen Außenministerium, Ibrahim Rahimpour.

Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA zitiert Rahimpour mit folgendem Satz:

“Tehran has always exercised self-restraint in the face of border violations by the British troops so far and the contradictory statements of the British officials about the events caused argument between Iranian people and officials. Therefore, it required an inquiry into such suspicious events.”

Für iranische Verhältnisse ist dies relative moderat. Die Briten werden nicht beschuldigt, bewusst „aggressive Aktionen gegen den Iran” unternommen zu haben – Beschuldigungen, mit denen man ansonsten sehr schnell zur Hand ist.

Statt dessen will man aufgrund von widersprüchlichen Angaben “untersuchen”. Das lässt die Tür zu einer friedlichen Beilegung offen.

Mein Eindruck: die politische Führung in Teheran weiss aber noch nicht so recht, was sie mit diesen 15 Briten anfangen sollen, die ihnen da in den Schoss gefallen sind. Deshalb agiert man sehr vorsichtig und bedeckt.

Bislang übrigens keine Äußerung von Präsident Ahamdinejad.

Kommentare

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  1. von
    H.
    am
    26. March 2007 um 22:24 Uhr

    Ist ja auch nen netter Kommunikationskanal, wenn man son paar Leute dort hingeschafft hat. Man kommt mit so vielen Strukturen ins Gespräch, wenn man Gefangener ist. Und als Botschafter/Hilfsorg/usw kann man auch ab und zu mal nach dem Rechten sehen und plauschen. Alter Gag. Kennt man ja noch aus alten Zeiten.

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