Noch mal Zentrifugen

Angeregt durch die kleine Berechnung die Jacqueline Shire und David Albright zur Funktionstüchtigkeit der iranischen Zentrifugen angestellt haben, hat Armscontrolwonk Jeffrey Lewis eine eigene Berechnung angestellt.

Iran still cannot operate its current cascades on a continuous basis. Instead, the IAEA reports that Iran continues to feed UF6 “intermittently” into single, 10-, 24- and 164 machine cascades.

Lewis nimmt ebenfalls Angaben der IAEA über den Verbrauch an UF6 (das gasförmige Uran, das zur Anreicherung in die Zentrifugen eingespeist wird) und stellt sie in Beziehung zum maximalen Verbrauch bei optimaler Funktionsweise und Dauerbetrieb der Zentrifugen.

Die Kalkulation ist ein wenig komplizierter als bei Shire/Albright, weil Lewis über detailliertere Angaben verfügt. Deshalb überspringe ich sie hier. Das Ergebnis ist aber das gleiche:

I made slightly different assumptions that David and Jackie about the dates of operation, but the result is the same. Iran operates is centrifuges about 20 percent of the time, on average about 6 days a month (or, again on average, five hours a day).

Warum also nicht 24 Stunden am Tag?

Lewis spekuliert, dass es weniger an den Zentrifugen selbst liegt, sondern dass der Iran große Probleme mit seinem UF6 hat.

[T]heir own UF6 contains impurities such as molybdenum that “plate out” (or collect on the walls) while the centrifuges spin, causing them to become unbalanced and crash.

1991 hat China dem Iran 1.000 kg an UF6 verkauft. Lewis glaubt, dass sich der Iran nach wie vor aus diesem begrenzten Vorrat bedient und deshalb haushalten muss.

As one can see from the table above, two continuously operating 164 centrifuge cascades would exhaust 1 ton of UF6 in about 10 months. So, if Iran still can’t make clean UF6, then they’ve got to be very careful with that supply of Chinese hex.

Wie Lewis selber schreibt, ist dies aber nur eine Spekulation. Beweise gibt es dafür nicht.

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