Den Golfstaaten fällt es schwer, sich mit möglichen US Plänen einer militärischen Operation gegen die iranischen Nuklearanlagen anzufreunden, was wiederum Washington einige Probleme bereitet – schreibt Meena Janardhan für IPS.
With members of the six-nation Gulf Cooperation Council (GCC) urging dialogue rather than war with Iran over its nuclear programme and reluctant to allow their territories to be used in any attack, Washington’s pressure tactics against Tehran appear to be faltering.
Zum Gulf Cooperation Council gehören Oman, Qatar, die Vereinigten Emirate, Kuwait, Saudi Arabien und Bahrain.
Qatar, das bei der Invasion des Iraks 2003 als Basis für das US Central Command gedient hatte, hat sich beispielsweise eindeutig gegen eine Militäraktion festgelegt.
‘‘We will not participate by any means to harm Iran from Qatar,'’ first deputy premier and foreign minister Sheikh Hamad bin Jassem bin Jabor Al-Thani said as far back as on Mar. 15. ‘‘Let us hope to solve this diplomatically and through peaceful means,'’ said Sheikh Hamad, who has since taken over as the premier.
Die Vereinigten Emirate ebenfalls:
Less than a fortnight later United Arab Emirates (UAE) President Sheikh Khalifa bin Zayed Al-Nahyan used the run-up to the Arab League summit in Riyadh to announce: ‘‘We have informed the Iranian brothers in a message carried recently by the foreign minister that we are not party to its conflict with the U.S. and will not allow our territories to be used for any military, security or intelligence activities against it.'’
Oman allemal.
Among the other countries in the GCC bloc, Oman — which has the Straits of Hormuz separating it from Iran — has consistently urged negotiations and was the only country in the GCC bloc not to endorse the idea of the Gulf as a weapons of mass destruction (WMD)-free zone, aimed at ‘denuclearising’ Iran, during the GCC summit in Abu Dhabi in 2005.
Die Beziehungen zwischen Saudi Arabien und dem Iran sind zwar gespannt, aber in den vergangenen Wochen fand eine Vielzahl von bilateralen Begegnung statt, die demonstrierten, dass trotz aller Schwierigkeiten beide Seiten darum bemüht sind, eine Verschlechterung des Verhältnisses zu vermeiden.
Die Ablehnung einer Militäraktion gegen Tehran ist nicht gleichzusetzen damit, dass die GCC Staaten der Gefahr gleichgültig gegenüber stehen würden, dass der Iran in den Besitz einer Atomwaffe kommen könnte. Am Golf wird die Gefahr, die von solchen Waffen ausgehen könnte, aber offensichtlich nicht so dramatisch eingeschätzt wie beispielsweise in Washington.
Zum zweiten sind sich die Regierungen am Golf darüber im klaren, dass ein US Angriff gegen den Iran in ihren eigenen Ländern extrem unpopulär wäre. Vielleicht mit der Ausnahme der Vereinten Emirate sitzen die sechs Regierungen selbst nicht unbedingt sehr fest im eigenen Satteln und eine offene Unterstützung der USA bei einer solchen Aktion könnte sie dem Volkszorn im eigenen Land aussetzen.
Janardhan zitiert Prof. Abdulkhaleq Abdulla, der nach meinem Geschmack die Stimmung ganz gut auf den Punkt bringt.
‘‘Iran is a huge neighbour and we have been living in the same neighbourhood for centuries. We understand the positive and negative sides of the relationship and we have adapted very well to all the changing faces of Iran. We lived with Iran before and after the U.S. became a part of the equation, and we will continue to do so with or without the U.S., irrespective of whether Iran is a nuclear or non-nuclear power,'’ Abdulla explained.
Der Iran hat zudem in den letzten Tagen eine eigene Initiative gestartet, um dem Werben der USA um die Unterstützung der GCC Staaten entgegen zu wirken, in dem es einen 10-Punkte-Plan zur Gründung einer gemeinsamen Sicherheitsorganisation am Golf vorlegte.