Bank Sepah vor dem Bankrott?
30. July 2007 - 15:32
Louis Charbonneau hat heute bei Reuters einen Text, dessen Entstehen wohl eher von Wunschdenken als von einer nüchternen Betrachtung inspiriert war.
U.S. sanctions have hit the European operations of Iran’s Bank Sepah hard, despite Tehran’s contention the penalties have had little impact and initial U.S. concern they did not go far enough, Western diplomats say.
Nun, es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, dass das Einfrieren jeglichen Vermögens und die Einschränkung der Geschäftsmöglichkeiten, wie vom UN Sicherheitsrat beschlossen den Geschäften nicht gerade gut tut. Dazu muss man nicht einmal ein Diplomat sein.
“The U.N. sanctions have seriously hurt the bank in Europe,” a diplomat told Reuters, citing financial intelligence gathered by his country. He estimated that Bank Sepah’s total commitments amounted to over $4 billion.
Laut Charbonneau soll es den Filialen nicht nur schlecht gehen – sie sollen vor dem Bankrott stehen, was wiederum weit weiterreichende politische Konsequenzen hätte.
Mark Fitzpatrick of the London-based International Institute for Strategic Studies said the failure of Bank Sepah’s European branches could strengthen the hand of those in Washington pushing for diplomacy and undermine hardliners who would like to see military action used to destroy Iran’s nuclear facilities.
“If the overseas branches of Bank Sepah do fall, it will certainly encourage Washington in the diplomatic track and not to seek alternatives,” said Fitzpatrick, a former U.S. State Department official.
Ich habe meine Zweifel, dass eine Zweigstelle einer Bank bankrott gehen kann, wenn die Muttergesellschaft sich noch eines florierenden Wirtschaftslebens erfreut, aber davon mal abgesehen, scheinen Charbonneau und Fitzpatrick mit dem iranischen Finanzwesen im allgemeinen und den staatlichen Banken im besonderen nicht besonders vertraut zu sein.
Kaum eine der staatlichen Banken im Iran dürfte nach den im Westen geltenden Rentabilitätsstandards operieren, sondern diese betagten Institute dienen vor allem mehr schlecht als recht unterschiedlichen (wirtschafts-) politischen Zwecken. Marode Staatsunternehmen erhalten beispielsweise Kredite während solvente Privatunternehmen leer ausgehen. Nicht selten liegt der Zinssatz unter der Inflationsrate, womit kaum ein Geschäft zu machen ist.
He was echoed by an official, who spoke under the condition of anonymity at Bank Sepah in Tehran, who said bankruptcy was “out of the question”, as well as Deputy Central Bank Governor Mohammad Mojarad.
“Government-owned banks including bank Sepah have no problems regarding capital and the Economy and Finance Ministry has made a commitment to support them,” [der stellvertretende Gouverneur der iranischen Zentralbank Mohammad] Mojarad told Reuters.
Exakt!
Es gibt viele gute Gründe, keinen Krieg gegen den Iran zu führen. Der mögliche Bankrott einer Bank Sepah Filiale im Ausland ist leider keiner.
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