Zweite Runde “bald”

Die iranische Außenminister Manouchehr Mottaki kündigte heute an, dass seine Regierung die US Einladung zu einer zweiten Runde von direkten Gesprächen über den Irak akzeptiert habe.

Iran’s foreign minister said Wednesday that his government had accepted a U.S. request for ambassador-level talks on Iraq, to be held “in the near future.”

Obwohl längst klar ist, dass beide Seite ein Interesse an diesen Gesprächen haben, konnte weder Teheran noch Washington seine Scharaden einstellen, jeweils die andere Seite als diejenige darzustellen, die das größere Interesse an einer solchen Begegnung hat.

Mottaki said the request for a new meeting was initiated by Washington because of the hardships faced by U.S. troops in Iraq.

“It is currently a difficult situation for the Americans in Iraq, and the Americans are looking for a solution to overcome the current conditions,” he said. “Iran has always announced its readiness to help the Iraqi government and nation, and the talks will be held in this perspective.”

… dem wiederum Washington widersprach …

In Washington, State Department Spokesman Sean McCormack downplayed suggestions that the meeting had been requested by the U.S.

“I wouldn’t necessarily go along with the characterization,” McCormack said.

So sichert sich jede Seite gegen Kritiker im eigenen Lager ab und baut schon mal für den Fall vor, dass sich die vorsichtigen Annäherungsversuche als Fehlschlag herausstellen sollten.

Die schlechte Nachricht: es wird offensichtlich das gleiche Format beibehalten = es wird auf Botschafterebene miteinander geredet. Vor allem von irakischer Seite war gedrängelt worden, die Gespräche aufzuwerten, indem sich diesmal die beiden Außenminister gegenüber sitzen sollten.

Der Weg zur Annäherung ist steinig und lang.

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