Russland will vom Iran mehr Offenheit

Russland drängt den Iran, die noch offen stehenden Fragen zur Geschichte seines Nuklearprogramms gegenüber der IAEA berichten heute sowohl AP wie auch AFP. Moskau habe die Lieferung von Brennstäben für den Reaktor in Bushehr an mehr Offenheit in diesem Punkt geknüpft.

“The message was delivered by the Russians three weeks ago in Tehran,” a diplomat, who spoke on condition of confidentiality, told AFP. (AFP)

Das Gerangel um die Lieferung der Brennstäbe wie um die Fertigstellung des Reaktors zieht sich nun schon seit Monaten hin. Von russischer Seite sind die Verzögerungen immer wieder mit mangelnden Zahlungen des Irans erklärt worden, aber es war kein Geheimnis, dass Moskau Bushehr als ein Druckmittel nutzte.

The first diplomat said the Russians had given, in what was a “high-level message,” a “broad reaction” to the Iranians, which included complaints over Iran’s being in arrears of payments for the reactor in Bushehr, which Tehran says is a key part of its push to use atomic power to generate electricity. …

A second diplomat, from a Middle Eastern country, stressed however that the issue was “more than just money.”

“The Russians don’t want to be seen as the ones helping the Iranians get a nuclear weapon,” the diplomat said.

George Jahn für AP hat die selbe Geschichte, aber unterschiedliche Quellen (eine offensichtlich geleakte Geschichte mit unterschiedlichen anonymen Quellen??).

Russia warned in March that it would not provide fuel rods for the reactor it is building in the southern city of Bushehr as long as Iran ignored U.N. Security Council demands that it freeze uranium enrichment, diplomats said.

Now, Moscow has modified that demand, saying no fuel will be provided unless Iran meets another key international request — that it fully explain past activities that heightened suspicions it might be looking to develop a nuclear arms program, two diplomats familiar with Iran’s nuclear file told The Associated Press.

The two, commenting separately, spoke on condition of anonymity because their information was confidential.

Soweit nachvollziehbar.

Mit der Beantwortung der offenen Fragen wäre einer der wichtigsten Punkte, in denen der Iran gegen die Regularien der IAEA verstößt aus der Welt geschaffen, die Argumentation von Befürwortern von Strafmassnahmen gegen Teheran geschwächt. Das macht es Moskau leichter, sich gegen weitere Sanktionen zu sperren und seine Politik fortzusetzen, den US Einfluss in der Region einzudämmen.

Sicher hätte man auch in Moskau nichts dagegen zu wissen, ob wirklich nichts als friedliche Absichten hinter dem iranischen Atomprogramm stecken. Schließlich will man nicht am Ende als derjenige dastehen, der die Augen vor dem offensichtlichen verschlossen hat.

Eine Passage aus Jahns AP Geschichte stimmt mich aber skeptisch.

[O]ne of the diplomats, who has deep knowledge of Iran’s file with the U.N., told the AP that there was now “tacit understanding” in New York that if Tehran fully cooperates and leaves no IAEA question unanswered, there would be no new U.N. sanctions unless the agency probe turns up evidence of attempts to make nuclear weapons. That would represent another concession by Washington to pressure from the Russians and Chinese.

Da dürfte sich der zitierte Diplomat wohl täuschen, denn so lange die Frage der Anreicherung von Uran nicht für die USA wie Frankreich und Großbritannien zufriedenstellend gelöst ist, dürfte auch weiterhin mit Sanktionen gedroht werden.

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