Sanktionen – egal wie

Der erste der auf zwei Tage angesetzten Gespräche zwischen dem Iran und der IAEA über einen Fahrplan für die Aufklärung der offenen Fragen zur Geschichte des iranischen Nuklearprogramms hatte gestern noch gar nicht begonnen, dann winkte Washington bereits ab. Was immer auch das Ergebnis dieser Runde sein werde, so ließ Nicholas Burns, Unterstaatssekretär im State Department, wissen, die USA würden unter allen Umständen auf neue Sanktionen gegen Teheran drängen.

A top State Department official said Monday that it was “absolutely unacceptable logic” to suggest that a renewed Iranian willingness to work with United Nations atomic energy officials was grounds to delay a new push for sanctions against Tehran. He urged U.S. allies to crack down severely on trade with that country. …

“We intend to push it very, very hard,” Burns said. He predicted a “harder-edged, tougher diplomacy” in dealing with what he called “the most radical and dangerous government in the Middle East.” (IHT)

Die Versuche, die Vergangenheit des iranischen Nuklearprogramms aufklären zu wollen, erscheinen Burns nahezu als wertlos.

“It’s obvious what the Iranians are up to,” Burns said in a small meeting with journalists at the offices of Radio Free Europe/Radio Liberty in Washington. “It’s totally transparent.”

“They have this dalliance with the IAEA right now,” he said, that was clearly meant to buy time and undercut the U.S.-led sanctions effort. “Iran should have answered these questions years ago.”

Ja, hätten sie, haben sie aber nicht und tun es vielleicht jetzt.

Längst ist offensichtlich geworden, dass die US Politik gegenüber dem Iran immer mehr davon abrückt, wirklich zu einer Lösung des Konfliktes zu kommen. Die Atomfrage ist vielmehr nur ein Element in dem Versuch, den Einfluss des Irans in der Region einzudämmen.

So werden dann Sachfragen zur Nebensache.

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