Neuer Zeitplan
Der Generaldirektor der IAEA, Mohammed ElBaradei, und Vertreter Irans haben sich gestern auf einen neuen Zeitplan verständigt, innerhalb dessen die restlichen ungelösten Fragen zum iranischen Atomprogramm aufgeklärt werden sollen.
International Atomic Energy Agency (IAEA) director general, Mohamed ElBaradei, and Iran’s supreme leader Ayatollah Ali Khamenei and President Mahmoud Ahmadinejad agreed that a “work plan” on ending the Iran nuclear standoff should be completed in four weeks, the agency said in a statement. (AFP)
Schon der Umstand, dass man über einen solchen neuen Termin zu reden hatte, deutet darauf hin, dass der ursprünglich vereinbarte Fahrplan ins Schlingern gekommen war, und dies sicher nicht, weil die IAEA damit gebummelt hat, ihre Fragen zu stellen.
“Iran will respond within the space of four weeks to the remaining questions so that the IAEA can make a transparent report on the Iranian nuclear programme,” said [der stellvertretende Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed; ME] Saidi.
“The Islamic Republic of Iran has nothing to hide, and that’s why it does not fear answering the remaining questions. I am optimistic.”
Na prima. Dann wird es ja jetzt zügig voran gehen.
Aber bei dem zweitägigen Besuch von ElBaradei und dessen Stellvertreter Olli Heinonen, der bei der IAEA für die Durchführung von Inspektionen verantwortlich ist, ging es nicht nur um offene Fragen und ausstehende Antworten.
The IAEA said the talks in Tehran were on “ways and means to accelerate implementation of safeguards in Iran, as well as additional confidence-building measures.”
Der erste Teil war nach Angaben von Beteiligten dabei weit schwieriger als der zweite.
Der Iran sträubt sich weiterhin, der IAEA vollen und vor allem unangemeldeten Zugang zu seinen Nuklearanlagen zu gewähren, und versucht seine Kooperation nur auf das Mindestmass zu beschränken, zu dem Teheran nach den Standardvorschriften verpflichtet ist.
Dafür kann es zwei Gründe geben: entweder hat der Iran etwas zu verbergen oder er versucht, für jedes Zugeständnis, das über den Pflichtkatalog hinaus geht, eine Gegenleistung zu erhalten.
gepostet am 14. January 2008 um 06:41 von unter Technologie, Atomenergiebehörde. Alle Kommentare können über den RSS 2.0 feed verfolgt werden.
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