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Mofaz


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Herr Shaul Mofaz, zur Zeit noch Transportminister im israelischen Kabinett und stellvertretender Premierminister, aber mit Ambitionen, Ehud Olmert als Chef der Katima Partei und als Premierminister nachzufolgen, wartete bei seinem Besuch in Washington mit einer spektakulären „Enthüllung“ auf:

Iran is heading toward a major breakthrough in its nuclear program, Israeli Deputy Prime Minister Shaul Mofaz said on Friday.

“As soon as 2010 (Iran) will have the option to reach (uranium production) at military levels,” he told an audience in Washington. (Reuters1)

Wenn Mofaz das so gesagt haben sollte, dann irrt er sich. Der Iran hat schon heute die Option, Uran auf einem “militärischen Niveau” zu produzieren. Wer Uran bis zu einem für zivile Zwecke erforderlichen Grad von etwa 5 Prozent anreichern kann, muss die Zentrifugen nur weiter laufen lassen, um einen Anreicherungsgrad von 90 Prozent und mehr für militärische Zwecke zu erreichen.

Die Anlage in Natanz funktioniert zwar nicht reibungslos und mit den derzeit vorhandenen 3.000 bis 6.000 (?) Zentrifugen würde das ein gutes Jahr dauern, aber es funktioniert.

Nur: der Iran tut es nicht, und würde er es tun, dann würde dies den Inspektoren der IAEA auffallen.

Was will Mofaz, der erst jüngst davon sprach, eine militärische Aktion sei unvermeidlich, wenn Teheran sein Atomprogramm nicht einstelle, uns also sagen? Ungetrübt von den Fakten versucht er den Eindruck zu wecken, es gebe Deadlines, die die Gegner der iranischen Urananreicherung zum Handeln zwingen.

Es gibt eine andere technische Schwelle im iranischen Nuklearprogramm, die so etwas wie einen point of no return darstellen würde: irgendwann wird der Iran über die ausreichende Menge an niedrig angereichertem Uran verfügen (etwa 30 Kilogramm), das dann zu hoch angereichertem, waffenfähigem Uran weiterverarbeitet werden könnte. Wann dies genau so weit ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber das Jahr 2010 könnte eine realistische Größe sein.

Aber: der Iran müsste zum einen eine Entscheidung treffen, dies auch tatsächlich tun zu wollen. Dann wird man aller Wahrscheinlichkeit erst einmal die IAEA Inspektoren herauswerfen, um sich einer internationalen Kontrolle zu entziehen. Dies wäre ein sehr eindeutiger Verstoß gegen alle internationalen Verpflichtungen des Irans und würde mit Sicherheit nicht ohne eine entschiedene Antwort bleiben. Und dann würde es wiederum ein paar Monate dauern, bis das niedrig angereicherte in hoch angereichertes Uran umgewandelt wäre.

Teheran wäre dem Bau einer Bombe näher gerückt, aber so lange der Iran über eine ausreichende Menge niedrig angereichertes Uran als Basis für eine Bombe verfügt, dies aber nicht weiter verarbeitet, hat der Bau einer Bombe noch nicht begonnen. Die iranische Regierung könnte es auch dabei belassen, das Uran in Brennstäbe umzuformen.

Das Zeitfenster, in dem eine diplomatische Lösung erreicht werden könnte, reicht also (nimmt man Mafaz Jahreszahl) mindestens bis ins Jahr 2010. Erst wenn Teheran mit der Umwandlung von niedrig angereichertem in hoch angereichtes Uran beginnt, besteht höchste Alarmstufe.

Mofaz hat es aber eiliger und vor allem ist ihm daran gelegen, weiter mit militärischen Aktionen zu drohen.

Elaborating on a now standard Israeli call, Mofaz said during his Washington talks that “all options against Iran should not only be on table, but prepared,” [Mofaz Sprecherin Talia; ME] Somech said. (Reuters2)

Waffenrasseln ohne Ende. Gewinnt man so in Israel Wahlen?

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