Assad hat Verständnis für westliche Sorgen

5. September 2008 - 08:40

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat angeboten, zwischen den P5+Deutschland und dem Iran in der Atomfrage zu vermitteln. Schaden kann ihm das nicht. Im Gegenteil. Auf diese Weise kann es Syrien vielleicht gelingen, ein Stück weit seine diplomatische Isolation zu durchbrechen.

Wenn Assad in den Iran fährt, beteuert er freilich, er würde nie und auf keinen Fall Teheran zu Zugeständnissen drängen. Äußerst er sich in westlichen Medien, dann hat er sogar Verständnis für die „Sorgen“ des Westens.

“The solution is to find a mechanism to prove that this nuclear program is a peaceful program,” Assad told France 2 television in an interview, adding that he understood why the West was worried about the idea of Iran getting the bomb.

“Of course the West is frightened. We don’t want the nuclear bomb in the Middle East,” he said. (Reuters)

Die Versicherung aus dem Munde des Präsidenten eines Landes, das selbst im Verdacht steht, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben, ist … nun … seien wir höflich: kein Grund Assad allzu sehr über den Weg zu trauen.