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	<title>Comments on: Fluchtplan</title>
	<link>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/</link>
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	<pubDate>Wed, 23 May 2012 08:50:06 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>by: mebb</title>
		<link>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1019</link>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 08:09:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1019</guid>
					<description>@ Cheshmak: Ja, siehe meinen Kommentar oben.

Es ist nichts als Spekulation, die da als Fakt verkauft werden soll. Jemand komt zu der Überzeugung, dass es sehr bald einen solchen Angriff geben wird, und schaut in den Kalender, wann es denn wohl günstig sein könnte.

Wie wahrscheinlich ist es, dass russische Quellen von der konkreten Planung solch eines Angriffes wissen, der wie Luftschläge dieser Art wesentlich auf das Moment der Überraschung angewiesen ist?

RIA Novesti hat vor drei Tagen noch einmal mit einer ähnlichen Spekulation nachgelegt: http://de.rian.ru/world/20070323/62541516.html.

Zitat: &quot;Das [dass ein Krieg unmittelbar geplant werde; ME] belege unter anderem die Konferenz des amerikanisch-israelischen Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten (AIPAC), die im März stattfand, so Iwaschow. Der AIPAC hatte beschlossen, die Administration von George W. Bush zu unterstützen. Nach einigen Tagen rief der US-Kongress die Gesetzesänderung zurück, die dem Präsidenten verbieten sollte, Iran ohne Sanktion des Kongresses anzugreifen.&quot;

Das ist schlicht Unfug und zeugt nicht unbedingt von hoher Kompetenz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Cheshmak: Ja, siehe meinen Kommentar oben.</p>
<p>Es ist nichts als Spekulation, die da als Fakt verkauft werden soll. Jemand komt zu der Überzeugung, dass es sehr bald einen solchen Angriff geben wird, und schaut in den Kalender, wann es denn wohl günstig sein könnte.</p>
<p>Wie wahrscheinlich ist es, dass russische Quellen von der konkreten Planung solch eines Angriffes wissen, der wie Luftschläge dieser Art wesentlich auf das Moment der Überraschung angewiesen ist?</p>
<p>RIA Novesti hat vor drei Tagen noch einmal mit einer ähnlichen Spekulation nachgelegt: <a href='http://de.rian.ru/world/20070323/62541516.html' rel='nofollow'>http://de.rian.ru/world/20070323/62541516.html</a>.</p>
<p>Zitat: &#8220;Das [dass ein Krieg unmittelbar geplant werde; ME] belege unter anderem die Konferenz des amerikanisch-israelischen Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten (AIPAC), die im März stattfand, so Iwaschow. Der AIPAC hatte beschlossen, die Administration von George W. Bush zu unterstützen. Nach einigen Tagen rief der US-Kongress die Gesetzesänderung zurück, die dem Präsidenten verbieten sollte, Iran ohne Sanktion des Kongresses anzugreifen.&#8221;</p>
<p>Das ist schlicht Unfug und zeugt nicht unbedingt von hoher Kompetenz.
</p>
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	<item>
		<title>by: Cheshmak</title>
		<link>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1018</link>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 07:48:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1018</guid>
					<description>Hast Du diesen Artikel schon gelesen?  http://de.rian.ru/world/20070319/62253448.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hast Du diesen Artikel schon gelesen?  <a href='http://de.rian.ru/world/20070319/62253448.html' rel='nofollow'>http://de.rian.ru/world/20070319/62253448.html</a>
</p>
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	<item>
		<title>by: mebb</title>
		<link>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1008</link>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2007 14:28:26 +0000</pubDate>
		<guid>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1008</guid>
					<description>@ Paul Nellen: ob und wie oder wann es tatsächlich zu einer Militäraktionen gegen den Iran kommen wird/könnte ist Thema meines Blogs gleich nebenan (mebb.de/iran-krise/).

Diese kleine Geschichte war mehr eine private Beobachtung, wie dieses ständige Kriegsgetrommel auf das Leben im Iran niederschlägt.

Als jemand, der selbst in der Branche arbeitet, bin ich doch gelegentlich verwundert, wie leichtfertig und ungeprüft Behauptungen von einem bevorstehenden Krieg von einzelnen Medien übernommen werden. Es entsteht dadurch ein &quot;Kriegsklima&quot;, das nicht von den Medien, aber sicher von anderen durchaus kalkuliert ist. Nicht umsonst behält Präsident Bush &quot;alle Optionen auf dem Tisch&quot;.

Und es gibt auch in einigen Medien soetwas wie &quot;Lust auf Blut&quot;. Manchmal helfen sie dabei mit, den Krieg erst herbeizuschreiben.

Nahezu bizarr sind solche Geschichten wie &quot;Der Krieg beginnt am 6. April&quot; (http://de.rian.ru/world/20070319/62253448.html), die einigen Wiederhall in der Bloggerszene fand. Klar, russische Militärexperten verraten einer russischen Wochenzeitung hochgeheime amerikanische Angriffspläne. Das kann nur glauben, wer es unbedingt glauben will.

Natürlich haben all diese Gerüchte eine psychologische Wirkung, aber ich kann weder bei iranischen Freunden noch Bekannten Panik oder akute Angst feststellen. Was hilft? Gelassenheit. Aus meiner Sicht spricht mehr gegen einen bevorstehenden Krieg als dafür (aber dies auf dem Nachbarblog).

Zudem brauche ich mir nicht ernsthaft den Kopf über Gehen oder Bleiben zerbrechen. Natürlich bleibe ich hier. Es ist mein Job, über den Iran zu berichten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Paul Nellen: ob und wie oder wann es tatsächlich zu einer Militäraktionen gegen den Iran kommen wird/könnte ist Thema meines Blogs gleich nebenan (mebb.de/iran-krise/).</p>
<p>Diese kleine Geschichte war mehr eine private Beobachtung, wie dieses ständige Kriegsgetrommel auf das Leben im Iran niederschlägt.</p>
<p>Als jemand, der selbst in der Branche arbeitet, bin ich doch gelegentlich verwundert, wie leichtfertig und ungeprüft Behauptungen von einem bevorstehenden Krieg von einzelnen Medien übernommen werden. Es entsteht dadurch ein &#8220;Kriegsklima&#8221;, das nicht von den Medien, aber sicher von anderen durchaus kalkuliert ist. Nicht umsonst behält Präsident Bush &#8220;alle Optionen auf dem Tisch&#8221;.</p>
<p>Und es gibt auch in einigen Medien soetwas wie &#8220;Lust auf Blut&#8221;. Manchmal helfen sie dabei mit, den Krieg erst herbeizuschreiben.</p>
<p>Nahezu bizarr sind solche Geschichten wie &#8220;Der Krieg beginnt am 6. April&#8221; (http://de.rian.ru/world/20070319/62253448.html), die einigen Wiederhall in der Bloggerszene fand. Klar, russische Militärexperten verraten einer russischen Wochenzeitung hochgeheime amerikanische Angriffspläne. Das kann nur glauben, wer es unbedingt glauben will.</p>
<p>Natürlich haben all diese Gerüchte eine psychologische Wirkung, aber ich kann weder bei iranischen Freunden noch Bekannten Panik oder akute Angst feststellen. Was hilft? Gelassenheit. Aus meiner Sicht spricht mehr gegen einen bevorstehenden Krieg als dafür (aber dies auf dem Nachbarblog).</p>
<p>Zudem brauche ich mir nicht ernsthaft den Kopf über Gehen oder Bleiben zerbrechen. Natürlich bleibe ich hier. Es ist mein Job, über den Iran zu berichten.
</p>
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	<item>
		<title>by: Paul Nellen</title>
		<link>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1007</link>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2007 09:44:03 +0000</pubDate>
		<guid>http://mebb.de/notes/2007/03/23/fluchtplan/#comment-1007</guid>
					<description>Sehr geehrter Herr Ebbing,

ich teile Ihre Sorgen. Was Sie über die Angriffsüberlegungen und -vorbereitungen schreiben ist eine der Sache nach vorhersehbare und konsequente Drohstufe, aus der sich wiederum neue Zwangsläufigkeiten ergeben. Tertium non datur - dieses Dritte, das die Konfliktparteien doch noch einen oder zum Einlenken bewegen könnte, gibt es nicht. Selbst der an sich vernünftige und am leichtesten durchführbare ElBaradei-Vorschlag einer &quot;Denkpause&quot; ist, wie zu erwarten war, nicht aufgegriffen worden. Inzwischen - tatsächlich aber von Anfang an - steht zu viel Prestige auf dem Spiel, als daß einem der Konfliktgegner ein Rückzug möglich wäre, ohne daß er sein Gesicht verlöre. Dann ist es aber auch nur allzu verständlich, wenn man, wie im Falle Israels, beginnt, darüber nachzudenken, wie der bereits als unvermeidlich angesehene &quot;Job&quot; am wirkungsvollsten, zielführendsten und am wenigsten Opfer kostend auszuführen ist. Solche Überlegungen sind fester, nachvollziehbarer Bestandteil jeder strategischen Planung. Der Nachteil ist, daß damit die Spirale der Eskalation weitergedreht und ein Ausstieg aus der eingeschlagenen Richtung immer unmöglicher wird. Da inzwischen, wie hierorts zu lesen ist, auch das iranische Volk die Atomfrage weitgehend zu einer Frage des nationalen Schulterschlusses gemacht hat, wird auch die Führung des Landes kaum willens sein, dieses zusätzliche Pfund ihrer Herrschaftslegitimation so ohne weiteres aufzugeben. Damit entfällt auch der letzte etwa noch mögliche und denkbare Spielraum für eine friedliche Lösung. Wenn Sie mich fragen: Autokauf verschieben und alle erforderlichen Papiere auf Stand bringen. Ein fehlender Stempel kann in zugespitzten Situationen manchmal lebensgefährlich sein. Und denken Sie an Miami: wenn die ersten beginnen, Sperrholzplatten vor die Fenster zu nageln, wissen sie, daß der Hurrikan naht. Ähnliches scheint wohl gerade in den Botschaften zu geschehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Ebbing,</p>
<p>ich teile Ihre Sorgen. Was Sie über die Angriffsüberlegungen und -vorbereitungen schreiben ist eine der Sache nach vorhersehbare und konsequente Drohstufe, aus der sich wiederum neue Zwangsläufigkeiten ergeben. Tertium non datur - dieses Dritte, das die Konfliktparteien doch noch einen oder zum Einlenken bewegen könnte, gibt es nicht. Selbst der an sich vernünftige und am leichtesten durchführbare ElBaradei-Vorschlag einer &#8220;Denkpause&#8221; ist, wie zu erwarten war, nicht aufgegriffen worden. Inzwischen - tatsächlich aber von Anfang an - steht zu viel Prestige auf dem Spiel, als daß einem der Konfliktgegner ein Rückzug möglich wäre, ohne daß er sein Gesicht verlöre. Dann ist es aber auch nur allzu verständlich, wenn man, wie im Falle Israels, beginnt, darüber nachzudenken, wie der bereits als unvermeidlich angesehene &#8220;Job&#8221; am wirkungsvollsten, zielführendsten und am wenigsten Opfer kostend auszuführen ist. Solche Überlegungen sind fester, nachvollziehbarer Bestandteil jeder strategischen Planung. Der Nachteil ist, daß damit die Spirale der Eskalation weitergedreht und ein Ausstieg aus der eingeschlagenen Richtung immer unmöglicher wird. Da inzwischen, wie hierorts zu lesen ist, auch das iranische Volk die Atomfrage weitgehend zu einer Frage des nationalen Schulterschlusses gemacht hat, wird auch die Führung des Landes kaum willens sein, dieses zusätzliche Pfund ihrer Herrschaftslegitimation so ohne weiteres aufzugeben. Damit entfällt auch der letzte etwa noch mögliche und denkbare Spielraum für eine friedliche Lösung. Wenn Sie mich fragen: Autokauf verschieben und alle erforderlichen Papiere auf Stand bringen. Ein fehlender Stempel kann in zugespitzten Situationen manchmal lebensgefährlich sein. Und denken Sie an Miami: wenn die ersten beginnen, Sperrholzplatten vor die Fenster zu nageln, wissen sie, daß der Hurrikan naht. Ähnliches scheint wohl gerade in den Botschaften zu geschehen.
</p>
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