Four more years?

25. August 2008 - 10:55

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Schon bei verschiedenen Gelegenheiten hat Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamene-i Präsident Ahmadinejad und seine Politik gelobt. Diese Unterstützung ist vor allem angesichts der wachsenden Kritik an Ahmadinejad für den Präsidenten wichtig. Niemand wird sich im Iran öffentlich gegen den Revolutionsführer stellen und die Unterstützung von Khamene-i war nach Ansicht vieler schon bei seiner ersten Wahl ausschlaggebend für Ahmadinejad.

Nun ist Khamene-i noch einen Schritt weiter gegangen.

Am gestrigen Samstag traf er mit dem Präsidenten und seinem Kabinett zu einem allgemeinen Plausch über den Stand der Dinge zusammen. Auch diesmal äußerte der Revolutionsführer sein Wohlgefallen, dass Ahmadinejad gegenüber einigen „ mobbenden und dreisten Ländern und ihren wertlosen Anhängern“ (gemeint sind die USA, Großbritannien und eine nicht näher definierte Gruppe europäischer Staaten) standhaft geblieben sei (gemeint ist vor allem die Kontroverse um das Atomprogramm).

Khamene-i befürwortete die Pläne der Regierung, das Subventionssystem umzustellen und in Zukunft die sozial Bedürftigen direkt zu unterstützen, warnte aber davor, dass damit die Inflation nicht noch weiter angeheizt werden dürfte.

Auch in der Vergangenheit hätten Regierungen immer seine Unterstützung besessen, aber – so Khamene-i – aufgrund der „Eigenschaften dieser Regierung fällt die Unterstützung wärmer aus“.

Das ist schon eine bemerkenswerte Aussage, da der Revolutionsführer eigentlich über der Parteipolitik stehen und als einigende Figur agieren sollte. Khamene-i ging noch einen Schritt weiter. „Glauben Sie nicht, dies sei ihr letztes Jahr im Amt“, gab er Ahmadinejad mit auf den Weg, dessen Amtszeit im nächsten Jahr ausläuft. „In anderen Worten, stellen Sie sich vor, es gebe noch vier weitere Jahre unter ihrer Führung. Planen und handeln Sie entsprechend.“

Die regierungsamtliche Nachrichtenagentur IRNA deutete dies nicht als Ermahnung, die Regierungsgeschäfte verantwortlich zu führen, sondern als eine Unterstützung Ahmadinejads bei den Wahlen im kommenden Jahr.

The Supreme Leader praised the president for standing up to the West and predicted he would retain the office for four more years at the 2009 election. (IRNA)

Eine solche eindeutige Unterstützung entspricht erneut nicht dem Amt des Revolutionsführers. Präsidenten werden im Iran – jedenfalls laut Verfassung – vom Volk gewählt.

Erstaunlich an all dem ist zudem, dass Khamene-i sich so sicher ist, dass Ahmadinejad noch immer über ausreichende populäre Unterstützung verfügt, dass seine Wiederwahl zumindest nicht als unglaubwürdig erscheint und offene Revolten auslöst.

Etwa im März 2009 wird der inoffizielle Wahlkampf beginnen. Bis dahin ist auch nach iranischen Verhältnissen noch viel Zeit. Meinungen und die Stimmung in der Bevölkerung können sich ändern. Es wird sicher hinter den Kulissen bereits jetzt das große Gerangel beginnen. Auch der Revolutionsführer kann die Meinung wichtiger gesellschaftlicher Gruppen im Lande nicht ignorieren.

Aber er hat seinen Standpunkt sehr deutlich gemacht und jeder, der eigene Präsidentschaftsträume hegt, wird es sehr schwer haben, denn er tritt nicht nur gegen Ahmadinejad, sondern auch gegen den Revolutionsführer an.

Die Reformer haben gegenwärtig eh alle Hoffnung aufgegeben, dass sie mit einem eigenen Kandidaten erfolgreich sein könnten. Den Plan, Ahmadinejads Vorgänger Khatami noch einmal antreten zu lassen, haben sie fallen lassen, weil Khatami aller Wahrscheinlichkeit nach vom Wächterrat nicht als Kandidat zugelassen werden wird. Aus ihrer Sicht würde auch jeder andere aussichtsreiche Bewerber aus ihren Reihen schon im Vorfeld blockiert.

Die Reformer haben sich deshalb zähneknirschend in den Gedanken gefügt, einen „moderaten“ Konservativen gegen Ahmadinejad zu unterstützen. Das könnte nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge Parlamentssprecher Ali Larijani oder der amtierende Bürgermeister von Teheran Mohammad Baqer Qalibaf sein.

Nachdem der Revolutionsführer nun so klar seine Präferenz zum Ausdruck gebracht hat, wird es spannend zu sehen, wer es überhaupt noch wagt, gegen Ahmadinejad anzutreten.

Osnabrück II

24. August 2008 - 07:48

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Beim zweiten Mal scheint vielleicht nicht alles besser, so aber doch einfacher zu sein.

Das Morgenland Festival ist in diesen Tagen wieder in Teheran. Diesmal nicht mit großem Symphonieorchester, sondern mit einer kleineren Gruppe von Mitgliedern des Osnabrücker Jugendchors sowie einzelnen Mitgliedern des Osnabrücker Symphonieorchesters. Gemeinsam mit Musikern des Tehraner Philharmonischen Orchesters (nicht das Teheraner Symphonie Orchester!) wollen sie – ja – die Johannes Passion von J.B.Bach hier aufführen.

Ursprünglich war das ganze Unternehmen eher privat geplant. Kein öffentlicher Auftritt, sondern verschiedene Workshops mit iranischen Musikern sowie eine einzige Veranstaltung vor geladenem Publikum in einer Kirche. Dafür benötigt man keine offizielle Genehmigung und man kann sich das zähe Ringen mit der iranischen Bürokratien und ihren Aufsehern wie im letzten Jahr ersparen. Heikel war nicht nur die urchristliche Natur der Passion, sondern auch auch der Umstand, dass weibliche Solisten darin auftreten, was im Iran eigentlich nicht erlaubt ist.

Dann geschahen ganz überraschende Dinge.

Die Aseman Hall, die zu einem eigenen, staatlich kontrollierten Kulturzentrum gehört, bot unvermittelt an, am gestrigen Samstag und am heutigen Sonntag jeweils ein öffentliches Konzert zu organisieren. Ershad, das für Kultur zuständige Ministerium, war ohne Einschränkungen und langes Verhandeln bereit, diesen beiden Konzerten seinen Segen zu geben. Einzige Bedingung: entweder Aseman oder die Kirche, aber nicht beides.

Das Morgenland Festival entschied sich für Aseman, um einem großen Publikum das Konzert präsentieren zu können.

Wie lässt sich diese plötzliche Kooperationsbereitschaft erklären? Im letzten Jahr hatte sich Ershad noch in jedem einzelnen Punkt auf die Hinterbeine gestellt. Sie wollten bis hin zur Gestaltung des Plakats und dem Ablauf der Pressekonferenz jedes einzelne Detail bestimmen. Dem Orchester wurden sogar fünf Aufpasser beigestellt, die darauf achten sollten, dass sie nicht vom rechten Wege abkamen.

Eine Erklärung wäre, dass man bei Ershad die Angst vor einem westlichen Orchester verloren hat. Es wurden im letzten Jahr keine Scheiben eingeworfen, keine nackten Frauen tanzten auf der Strasse und es wurden auch keine Bilder von Ahmadinejad in Brand gesetzt. Möglich ist auch, dass zum Aseman Kulturzentrum Leute gehören, die über genug persönlichen Einfluss gehören, um ihre schützende Hand über die Konzerte halten zu können. Politik ist im Iran auch immer eine Frage der persönlichen Beziehungen.

Eine neue Kulturpolitik, eine „Öffnung“ ist es sicher nicht. Die Zensur ist nach wie vor unerbittlich und hält die iranische Kultur im Würgegriff.

Die Enttäuschung kam gestern Abend. Die Aseman Hall fasst etwa 650 Zuschauer. Besetzt war aber nicht einmal ein Drittel der Plätze und dies waren Zuschauer, die zum erweiterten persönlichen Freundskreis der Musiker wie der Veranstalter gehörten. Mehr auf den Punkt formuliert: es war kaum jemand gekommen. Wenn es bei Unternehmungen dieser Art darum geht, ein größtmögliches iranisches Publikum zu erreichen, dann war die Veranstaltung ein Reinfall.

Ein wichtiger Grund dafür war ohne Zweifel, dass Ershad, das Kulturzentrum und eine Reihe von „Mitveranstaltern“ ein großes Kartenkontingent für sich in Anspruch genommen hatten, das aber wohl ungenutzt in der Schublade liegen geblieben war.

Zum zweiten war es durch die kurzfristige Ansetzung des Konzertes kaum dazu gekommen, dass eine breite Öffentlichkeit von seinem Stattfinden überhaupt informiert wurde. Anders als im Vorjahr hat keine iranische Zeitung darüber berichtet und (noch wichtiger!) es gab dazu auch keine ausreichende Mund-zu-Mund-Propaganda. Der Effekt „ein westliches Orchester kommt nach Teheran“, den das Orchester noch im Vorjahr nutzen konnte, hat sich inzwischen ein wenig abgenutzt.

Ein letzter Punkt: auch für ein Publikum, dass westlicher Musik sehr aufgeschlossen gegenüber steht, ist die Johannes Passion ein schwerer Brocken.

Das Morgenland Festival will die Zusammenarbeit mit dem Iran auch im kommenden Jahr fortsetzen. Niemand weiß, wie die Bedingungen dann sein werden. Vielleicht war die Kooperationsbereitschaft in diesem Jahr ein Glücksfall, vielleicht ist aber auch eine grundsätzliche Entscheidung getroffen worden, die Zusammenarbeit mit Osnabrück nicht zu blockieren.

Auf jeden Fall wird man sich aber etwas einfallen lassen müssen, wie es in der Zukunft gelingt, ein größeres Publikum zu erreichen. Dieses Publikum existiert. Man muss es nur schaffen, darauf zuzugehen.

(Wieder-) Gelesen: Naji

20. August 2008 - 15:03

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Nach der Wahl von Ahmadinejad zum Präsidenten erhielt ich eine Reihe von Anfragen, ob ich nicht Interesse hätte, ein Buch über den neuen Mann zu schreiben. Interesse wohl, aber entweder war die Zeit zu knapp oder aus den Anfragen wurde ersichtlich, dass man auf der Suche nach einer ausgewalzten Fassung eines Magazin-Artikels a la STERN oder SPIEGEL war.

Hätte ich ein Buch über Ahmadinejad geschrieben, dann hätte es so wie Kasra Najis Ahmadinejad – The Secret History of Iran’s Radical Leader werden sollen – oder zumindest so ähnlich.

Naji hat sich daran gemacht, ein wenig Ordnung in das Dickicht der Gerüchte und Legenden um den weltweit neuen Public Enemy Number One zu bringen und die Fakten auszugraben, die man über Ahmadinejad zu Tage bringen kann. Das allein ist schon eine lobenswerte und alles andere als einfache Aufgabe.

Zum einen hat Ahmadinejad zu seiner eigenen Biographie einige Gedächtnislücken, die auf dunkle Flecken schließen lassen, die aber wie ein Staatsgeheimnis gehütet werden. Dann gehört es zum politischen Diskurs im Iran, über seinen jeweiligen politischen Gegner allerhand Gerüchte und Verleumdungen in die Welt zu setzen, die schwer zu verifizieren sind. Manche dieser Legenden fanden auch Eingang in die internationale Presse wie die Geschichte von dem speziellen Boulevard für die Ankunft des Mahdi oder die nach Geschlechtern getrennten Aufzüge in der Stadtverwaltung und gelten inzwischen fälschlich als gesicherte Fakten.

Das Buch ist chronologisch geordnet. Naji forschte noch einmal bei Verwandten, Bekannten, Weggefährten und Nachbarn des Präsidenten nach Einzelheiten zu dessen Werdegang und stieß dabei auf Details, die keinen Anlass geben, das Bild von Ahmadinejad grundsätzlich zu revidieren, malen das Bild aber mit einigen zusätzlichen Akzenten aus. Er beschreibt im Detail die Umstände der berühmten Rede auf dem Kongress Eine Welt ohne Zionismus und ordnet die Äußerung, Israel müsse aus den Seiten der Geschichte verschwinden, in den richtigen zeitlichen Kontext. Ein gut recherchiertes Kapitel über den Holocaust Kongress zeigt, um was für eine bizarre Veranstaltung es sich dabei handelte. Naji schreibt über Ahmadinejads Wirtschaftspolitik, die Säuberungen an den Universitäten, das Atomprogramm, die Briefe an Bush und Merkel, den Auftritt vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen und über einige der geistigen Einflüsse, die den neuen Präsidenten geprägt haben.

In der Summe entsteht ein recht facettenreiches Bild der Anfangszeit der Präsidentschaft von Ahmadinejad (das Buch wurde im November 2007 abgeschlossen) , das Naji an einer Stelle selbst so zusammenfasst:

Within a year of his presidency, Ahmadinejad had dragged Iran up the international agenda and raised his personal profile to within a hair’s breadth of that of Ayatollah Khomeini. His U-turn on reform, his strident anti-Israel rhetoric and his aggressive resistance to US and UN pressure to halt Iran’s nuclear programme had all won Ahmadinejad a place on the world stage. Somehow he had strengthened his domestic standing with people all across the political spectrum. He had isolated his critics and won the respect of the Muslim world.

Yet here was also a man who wrote incoherent letters to heads of state, who invited neo-Nazis to speak at high-profile events, who was lampooned and ridiculed the world over for believing that he was an agent of the divine, preparing Iran for the arrival of the messianic Missing Imam. Here was a leader whose grasp of geopolitics was rudimentary, a man who seemed not to understand economics, a man who would drag Iran to the brink of an unwinnable war with the West.

Nicht alle Abschnitte sind gelungen. Die Kapitel über das Atomprogramm und die Beziehungen zu den USA sind ein wenig dürftig ausgefallen. Zudem wäre es sicher sinnvoll, Ahmadinejad etwas genauer in den komplizierten Machtstrukturen des Irans zu positionieren, und ich bin mir immer noch nicht so sicher, wie eng die Beziehungen zwischen dem radikalen Ayatollah Mohammad Taqi Mezbah-Yazdi und dem Präsidenten wirklich sind.

Vor allem fehlt eins: eine Erklärung, wie es diesem Mann, der politisch schlicht als Amateur gelten muss, gelingen konnte, eine solch wichtige Position zu erringen. Aber das ist eine Frage, zu der ich selbst immer noch die Antwort suche.

Disclaimer: Bis Kasra gezwungener Massen den Iran verlassen hat, war er Mitglied unseres Fußballteams. Heißt: ja, wir sind miteinander befreundet. Und: ja, wir waren ein gutes Fußballteam.

Freund oder Feind?

13. August 2008 - 23:10

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Zu den Standardformulierungen im Iran gehört, “wir haben keine Probleme mit dem amerikanischen Volk, sondern nur mit der US Regierung”. Einem Amerikaner die Hand zu schütteln ist okay. George W. Bush zu loben nicht. Wenn bei den staatlich inszenierten Demonstrationen oder beim Freitagsgebet “Tod Amerika!” gerufen wird, dann ist damit weder John Smith in Iowa noch Jane Miller in Kentucky sondern Bush jun. gemeint. Condoleezza Rice und Robert Gates wahrscheinlich auch. Bush sen, wäre schon ein Grenzfall, denn schließlich ist ja nicht mehr in der Regierung.

Bei den Israelis ist das anders.

Anlass, darüber noch einmal nachzudenken, waren die Äußerungen von Esfandiar Rahim Mashai. Der Mann ist erstens Vize-Präsident, zweitens für den Tourismus im Lande verantwortlich und drittens ist seine Tochter mit einem der beiden Söhne von Präsident Ahmadinejad verheiratet. Letzteres deutet darauf hin, dass er ein gutes Verhältnis zu Ahmadinejad hat, der bekanntlich gern davon redet, dass seiner Ansicht nach Israel „aus den Seiten der Geschichte“ verschwinden wird.

Letzten Montag zitierten iranische Zeitungen Mashai mit der Äußerung „Ich habe es schon zuvor gesagt, dass wir keine Feindschaft gegenüber dem israelischen Volk hegen, und sage dies immer noch voller Stolz.“ Er fügte noch hinzu „nicht alle Israelis tragen Militärstiefel auf der Strasse“, womit wohl gemeint ist, nicht jeder israelische Bürger sei ein … hmmmm, was genau ist damit gemeint?

Was immer es sein mag, das iranische Parlament hielt die Äußerungen für skandalös genug, sich damit heute zu beschäftigen. In einer Erklärung verurteilten 200 der insgesamt 290 Abgeordneten solch eine Haltung als einen „unverzeihlichen Fehler“ und forderten Ahmadinejad auf, seinen Vize vor die Tür zu setzen.

Die Erklärung stellt klar: „Herr Mashai weiß offensichtlich nicht, dass diejenigen, die er Bevölkerung nennt, die selben sind, die die Häuser von Millionen von Palästinensern besetzen. Diese Menschen haben das illegitime zionistische Regime geschaffen. Wir kennen einen Staat namens Israel nicht an und erst recht nicht sein Volk.“

Die 31jährige Israelin, Tochter einer Einwandererfamilie, die in Haifa zur Miete wohnt, besetzt ein palästinensisches Haus? Der Fünfjährige im Kindergarten hat ein „illegitimes zionistisches Regime“ geschaffen?

Den eifernden Parlamentariern scheint nicht einmal aufgefallen zu sein, dass selbst die Palästinenser, denen man mit derartigem hassträchtigen Unfug beistehen will, längst dazu übergegangen sind, so weit ihnen das möglich ist einen normalen Umgang mit Israelis zu pflegen.

Weitere Höhepunkte des parlamentarischen Lebens im Iran in den letzten Tagen:

Das Parlament ordnete eine Untersuchung zu den akademischen Auszeichnungen des gerade erst bestallten neuen Innenministers Ali Kordan an. In der Debatte um seine Berufung war es recht hitzig zugegangen, aber Präsident Ahmadinejad hatte die Parlamentarier mit dem Hinweis dazu gebracht, ihre gesetzliche Zustimmung zu seinem Vorschlag nicht zu verweigern, Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamene-i persönlich unterstütze die Nominierung.

Kordan, der bislang verschiedene Regierungsposten inne hatte, hatte von sich behauptet, er besitze einen Ehrendoktortitel der Oxford University. Der Abgeordnete Ahmad Tavakoli hatte darauf hin einen Brief nach Oxford geschrieben und zur Antwort erhalten, in den Dokumenten der ehrwürdigen Universität sei Kordan nicht mit einem Ehrendoktor oder irgendeinem anderen Titel verzeichnet. Die beiden Professoren, die das Dokument unterzeichnet hätten, seien dazu nicht befugt.

Tavakoli veröffentlichte die Antwort auf seiner persönlichen Webseite – die prompt von der Regierung gesperrt wurde. Ahmadinejad erklärte, sein neuer Innenminister sollte nicht anhand eines „alten Fetzen Papiers“ beurteilt werden.

Bleibt Kordan im Amt, dann wird er den Ablauf der Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr überwachen.

Cultural Sensitivities

10. August 2008 - 22:55

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Dieses Foto wurde heute von AP verbreitet. Es zeigt „Tänzerinnen“, die die Zuschauer während der Pause in einem Basketballspiel während der Olympiade in Peking unterhalten sollten.

Es handelt sich um das Spiel zwischen Russland und dem Iran.

Von irgendwelchen Protesten von iranischer Seite war nichts zu lesen. Das iranische Fernsehen verzichtete darauf, die Pausenunterhaltung zu übertragen.