Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/pearcachelite.php on line 593

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/pearcachelite.php on line 596

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/sem-recent-posts/sem-recent-posts.php on line 942
Notes » Themen

Aussetzung der Hinrichtung von jugendlichen Straftätern

16. October 2008 - 09:42


Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/text-replace.php on line 45

In Irans Gefängnissen sitzen rund 130 Verurteilte in Todeszellen, die zum Zeitpunkt ihrer Tat jünger als 18 Jahre waren. Sechs jugendliche Verurteilte wurden in diesem Jahr bereits hingerichtet, nachdem sie 18 Jahre alt geworden waren.

Nun gibt es den ersten Hoffnungsschimmer (!!), dass keine weiteren derartigen Hinrichtungen mehr vorgenommen werden.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt des Irans, Hussein Zebhi, gab gestern eine neue Anordnung an die Richter bekannt, nach der Todesurteile für jugendliche Straftäter in lebenslange Freiheitsstaaten und unter besonderen Umständen in 15 Jahre Gefängnis umgewandelt werden sollen.

Das klingt schon mal erfreulich, aber die Ankündigung hat eine ganze Reihe von Haken.

Zum einen ist nicht klar, für welche Art von Urteilen diese neue Verordnung gelten soll. Es werden zum einen Todesurteile nach dem regulären Strafgesetzbuch aber auch Urteil nach dem qisas verhängt. Qisas ist ein Kodex, der sich nach dem Prinzip der Vergeltung („Auge um Auge“) richtet. Nach herrschender Auffassung können qisas Urteile nicht von einem Richter reduziert werden, sondern allein die Angehörigen des Opfers können (nach Zahlung eines Blutgeldes) können dem Täter vergeben.

Zebhi sprach zwar von einer Umwandlung „egal um was für eine Art von Verbrechen es sich handelt“, aber bevor der Text der Verfügung nicht öffentlich ist, bleibt die Frage noch offen.

Zum zweiten ist die Todesstrafe für Minderjährige immer noch in den Strafgesetzbüchern enthalten. Erst wenn diese Passagen umgeschrieben werden, besteht auch Rechtssicherheit.

In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass sich einzelne Richter über die Anordnungen der Justiz hinweg gesetzt und beispielsweise mit dem Hinweis auf bestehendes Gesetz Steinigungsurteile verhängt haben.

Drittens gab es schon mal eine ähnliche Verordnung im Jahr 2004, die von den Richtern aber nahezu ignoriert worden ist und nur zur Folge hatte, dass mit der Vollstreckung des Todesurteils gewartet wird, bis der Verurteilte das 18. Lebensjahr erreicht hat.

Aber: es tut sich was.

Dass sich etwas tut, ist mit Sicherheit ein Erfolg der Rechtsanwälte und Aktivisten, die sich in zähen Auseinandersetzungen immer wieder für die Aufhebung solcher Urteile eingesetzt haben.

Die internationalen Proteste gegen die Hinrichtungen von Minderjährigen dürften sicher auch nicht unbeachtet geblieben sein.

Nachtrag 20. Oktober 2008: Einen kleinen Radiobeitrag mit O-Tönen der Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh gibt es hier.

Nachtrag 21. Oktober 2008: Zehbi hat seine Erklärung inzwischen eingeschränkt. In einem Interview mit der Zeitung Etemad Melli sagte er gestern, Betrafungen nach dem Codex der Vergeltung (qisas) seinen keine staatlichen Strafen, sondern Strafen nach islamischem Recht (Sharia). Deshalb könne die Justiz diese Urteile nicht umwandeln, sondern allenfalls die Hinrichtungen hinauszögern, um die Familien der Opfern dazu zu bewegen, ein Blutgeld zu akzeptieren.

Osnabrück II

24. August 2008 - 07:48


Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/text-replace.php on line 45

080824_naegel.jpg

Beim zweiten Mal scheint vielleicht nicht alles besser, so aber doch einfacher zu sein.

Das Morgenland Festival ist in diesen Tagen wieder in Teheran. Diesmal nicht mit großem Symphonieorchester, sondern mit einer kleineren Gruppe von Mitgliedern des Osnabrücker Jugendchors sowie einzelnen Mitgliedern des Osnabrücker Symphonieorchesters. Gemeinsam mit Musikern des Tehraner Philharmonischen Orchesters (nicht das Teheraner Symphonie Orchester!) wollen sie – ja – die Johannes Passion von J.B.Bach hier aufführen.

Ursprünglich war das ganze Unternehmen eher privat geplant. Kein öffentlicher Auftritt, sondern verschiedene Workshops mit iranischen Musikern sowie eine einzige Veranstaltung vor geladenem Publikum in einer Kirche. Dafür benötigt man keine offizielle Genehmigung und man kann sich das zähe Ringen mit der iranischen Bürokratien und ihren Aufsehern wie im letzten Jahr ersparen. Heikel war nicht nur die urchristliche Natur der Passion, sondern auch auch der Umstand, dass weibliche Solisten darin auftreten, was im Iran eigentlich nicht erlaubt ist.

Dann geschahen ganz überraschende Dinge.

Die Aseman Hall, die zu einem eigenen, staatlich kontrollierten Kulturzentrum gehört, bot unvermittelt an, am gestrigen Samstag und am heutigen Sonntag jeweils ein öffentliches Konzert zu organisieren. Ershad, das für Kultur zuständige Ministerium, war ohne Einschränkungen und langes Verhandeln bereit, diesen beiden Konzerten seinen Segen zu geben. Einzige Bedingung: entweder Aseman oder die Kirche, aber nicht beides.

Das Morgenland Festival entschied sich für Aseman, um einem großen Publikum das Konzert präsentieren zu können.

Wie lässt sich diese plötzliche Kooperationsbereitschaft erklären? Im letzten Jahr hatte sich Ershad noch in jedem einzelnen Punkt auf die Hinterbeine gestellt. Sie wollten bis hin zur Gestaltung des Plakats und dem Ablauf der Pressekonferenz jedes einzelne Detail bestimmen. Dem Orchester wurden sogar fünf Aufpasser beigestellt, die darauf achten sollten, dass sie nicht vom rechten Wege abkamen.

Eine Erklärung wäre, dass man bei Ershad die Angst vor einem westlichen Orchester verloren hat. Es wurden im letzten Jahr keine Scheiben eingeworfen, keine nackten Frauen tanzten auf der Strasse und es wurden auch keine Bilder von Ahmadinejad in Brand gesetzt. Möglich ist auch, dass zum Aseman Kulturzentrum Leute gehören, die über genug persönlichen Einfluss gehören, um ihre schützende Hand über die Konzerte halten zu können. Politik ist im Iran auch immer eine Frage der persönlichen Beziehungen.

Eine neue Kulturpolitik, eine „Öffnung“ ist es sicher nicht. Die Zensur ist nach wie vor unerbittlich und hält die iranische Kultur im Würgegriff.

Die Enttäuschung kam gestern Abend. Die Aseman Hall fasst etwa 650 Zuschauer. Besetzt war aber nicht einmal ein Drittel der Plätze und dies waren Zuschauer, die zum erweiterten persönlichen Freundskreis der Musiker wie der Veranstalter gehörten. Mehr auf den Punkt formuliert: es war kaum jemand gekommen. Wenn es bei Unternehmungen dieser Art darum geht, ein größtmögliches iranisches Publikum zu erreichen, dann war die Veranstaltung ein Reinfall.

Ein wichtiger Grund dafür war ohne Zweifel, dass Ershad, das Kulturzentrum und eine Reihe von „Mitveranstaltern“ ein großes Kartenkontingent für sich in Anspruch genommen hatten, das aber wohl ungenutzt in der Schublade liegen geblieben war.

Zum zweiten war es durch die kurzfristige Ansetzung des Konzertes kaum dazu gekommen, dass eine breite Öffentlichkeit von seinem Stattfinden überhaupt informiert wurde. Anders als im Vorjahr hat keine iranische Zeitung darüber berichtet und (noch wichtiger!) es gab dazu auch keine ausreichende Mund-zu-Mund-Propaganda. Der Effekt „ein westliches Orchester kommt nach Teheran“, den das Orchester noch im Vorjahr nutzen konnte, hat sich inzwischen ein wenig abgenutzt.

Ein letzter Punkt: auch für ein Publikum, dass westlicher Musik sehr aufgeschlossen gegenüber steht, ist die Johannes Passion ein schwerer Brocken.

Das Morgenland Festival will die Zusammenarbeit mit dem Iran auch im kommenden Jahr fortsetzen. Niemand weiß, wie die Bedingungen dann sein werden. Vielleicht war die Kooperationsbereitschaft in diesem Jahr ein Glücksfall, vielleicht ist aber auch eine grundsätzliche Entscheidung getroffen worden, die Zusammenarbeit mit Osnabrück nicht zu blockieren.

Auf jeden Fall wird man sich aber etwas einfallen lassen müssen, wie es in der Zukunft gelingt, ein größeres Publikum zu erreichen. Dieses Publikum existiert. Man muss es nur schaffen, darauf zuzugehen.

Hinrichtungen

27. July 2008 - 08:34


Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/text-replace.php on line 45

080727_hinrichtung.jpg

Um 5 Uhr 10 wurden am heutigen Morgen 29 – wie es offiziell heißt – “Drogenhändler, Mörder, Vergewaltiger und soziale Störer” im Evin Gefängnis in Teheran hingerichtet. Es war die größte Massenhinrichtung der letzten Jahre im Iran.

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP sind damit 155 Menschen in diesem Jahr hingerichtet worden. Nur in China waren es mit 317 Exekutionen mehr.

China hat knapp die zwanzigfache Bevölkerung des Irans.

Mir ist speiübel.

New Yorker

12. July 2008 - 10:51


Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/text-replace.php on line 45

080712_nyer.jpg

Die Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften sinken. Wortorientierte Radioprogramme verlieren Hörer, im TV ist angeblich nur noch Unterhaltung gefragt.

Als Hauptursachen gelten das Internet, das die klassischen Medien als Informationsquelle zunehmend verdrängt, sowie sinkendes Interesse  der Mediennutzer an Qualitätsjournalismus und Sperrigem.

So ganz scheint mir dies die Misere aber nicht zu erklären.

In der gestrigen Financial Times war in einem Artikel über David Remnick, der seit 10 Jahren den New Yorker leitet, zu lesen:

Remnick has much to celebrate after 10 years: circulation of The New Yorker has risen by 32 per cent, to more than 1m copies a week; re-subscription rates, at 85 per cent, are the highest in the industry; and despite the conventional wisdom that young readers don’t have the attention span to do more than blog, text and twitter, the magazine has seen its 18-to-24 readership grow by 24 per cent and its 25-to-34 readership rise 52 per cent. Twenty-four of its 47 National Magazine Awards were awarded under Remnick’s tenure. Perhaps most reassuring of all, The New Yorker’s balance sheet has moved from red to black – although its private ownership precludes him from revealing how much profit it makes.

PS: Alle Jahre wieder kündigt ein deutscher Verleger ein neues Magazin an, das sich den New Yorker zum Vorbild nehmen will. Bislang hat sich keiner von denen, wenn es um die Qualität der Texte und die Bereitschaft geht, auf Leser zu setzen, die auf die Welt neugierig sind, an dieses Versprechen gehalten.

(Wieder-) Gelesen: Songs Of Love And War

24. June 2008 - 16:24


Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/blog/wp-content/plugins/text-replace.php on line 45

080624_poetry.jpg

Es gibt eigentlich recht wenig, was wir über die Paschtunen wissen. Sie leben auf beiden Seiten der Durand Linie, die von Briten auf einer Landkarte gezogen wurde, um die Grenze zwischen Afghanistan und dem damaligen British India zu markieren. Aus ihren Reihen rekrutieren sich die Taliban – ein grober Sammelbegriff für religiöse Fanatiker, Stammeskrieger und Gangsterbanden, die uns in ihrer Motivation wie in ihrem Verhalten befremdlich bis rätselhaft vorkommen.

Noch weniger vertraut sind uns die Lebenswelt, Gedanken und Gefühle paschtunischer Frauen. Sie werden in der streng patriarchalischen Gesellschaft von der Außenwelt abgeschirmt und ein Fremder würde in diesen Zeiten kaum das Risiko auf sich nehmen, in dieser Region zu reisen.

1994 wurde bei Editions Gallimard in Paris ein Büchlein veröffentlicht, das einen kleinen Einblick in die Frauenwelt der Paschtunen ermöglicht. Vor fünf Jahren erschien bei der New Yorker Otherpress eine englische Übersetzung. Das Buch enthält rund 150 landay, kurze Zweizeilern mit 9 Silben in der ersten und 13 Silben in der zweiten Zeile, die von dem afghanischen Schriftsteller Sayd Bahodine Majrouh gesammelt und in einen Kontext gestellt wurden.

Erstaunlich ist, dass diese Gedichte von paschtunischen Frauen „geschrieben“ wurden, die nicht nur in der Regel weder lesen noch schreiben können, sondern denen auch der Zugang zu jeglicher Kultur außerhalb ihres eigenen Lebensbereiches versperrt ist. Diese landay werden gesungen und selten schriftlich fixiert. Frauen tauschen sie untereinander aus, und die populärsten Lieder/Gedichte werden dann mündlich weitergegeben.

Absolut überraschend ist ihre Kraft, die Energie und die Unmittelbarkeit, die Intimität und die unverblümte Sinnlichkeit dieser Poesie, obwohl bei der Übersetzung von Paschtun ins Französische und vom Französischen ins Englische der Rhythmus sicher ein wenig Schaden genommen hat.

Is there not a single mad man in this village?

My pants, the hue of fire, are burning on my thighs.

* * *

First take me into your arms and hold me close,

Only then will you be able to join my velvet thighs.

In der paschtunischen Gesellschaft wird Frauen jedes Recht auf eigenes Begehren, auf Verlangen und Liebe abgesprochen. Schon in frühsten Jahren werden sie in arrangierte Ehen gezwungen, mit denen oftmals Klanbeziehungen gefestigt oder auch Schulden beglichen werden. Jede Beziehung außerhalb dieser Ehen ist Tabu und wird mit dem Tode bestraft.

So gehört einiger Mut dazu, sich so unverblümt zu den eigenen Wünschen und Sehnsüchten zu bekennen.

In den Zwangsehen sind die jungen Frauen nicht selten mit zwei Varianten des selben Schreckens geplagt. Entweder ist der Ehemann ein junger Knabe oder ein alter Greis. Dieser „little horror“ wird auch in den landay thematisiert.

The „little horror“ will not die of his own fever,

I’ve decided that tomorrow I shall bury him alive.

Eingang in die Zweiteiler findet auch der martialische Kult von Männlichkeit, Kampf und Ehre. In seinen Erläuterungen schreibt Majrouh, die Frauen, zur völligen Unterwürfigkeit gezwungen, benutzten diesen Kodex als eine Art Falle für die verhasste Männerwelt, von der sie sich innerlich längst entfernt hat.

In battle today my lover turned his back to the enemy,

I am ashamed of having kissed him.

Majrouh ist der Experte und mir steht es nicht an, ihm zu widersprechen. Aber wenn ich (der ich nicht einmal ein einziges Wort Pashtu spreche) die landay lese, sehe ich darin weniger Provokation und Distanz zu den Werten der Männerwelt, sondern eine Gleichzeitigkeit: Frauen, die unter ihrer Zweitklassigkeit in dieser von Männern diktierten Welt zutiefst leiden, dennoch aber ihren Stolz auch durch die von den Männern propagierten Werte empfinden.

Hurry up, my love, and quickly rise to the assault,

I have put my bets on you with the village girls.

Für Mojrouh mag es unverständlich geblieben sein, dass Frauen, die so brutal um ihr Selbst gebracht werden, dennoch ihre eigene Identität (zumindest teilweise) aus dem Wertesystem ableiten, das ihre Unterdrückung verankert. Er mag versucht haben, den Frauen damit im Interesse ihrer eigenen Würde eine Autonomie zuschreiben zu wollen. In meinen Ohren klingen die landay aber anders, und nach meiner Erfahrung lässt sich auch die gnadenloseste Diktatur nicht auf längere Zeit aufrecht erhalten, wenn Unterdrücker und Unterdrückte nicht ein gewisses Maß an Gemeinsamkeit teilen.

Hurry up, my love, and quickly rise to the assault,

I have put my bets on you with the village girls.

Mit dem Einmarsch der Sowjets sind viele Paschtunen nach Afghanistan geflogen, wo einige bis heute ausharren. Das Leben dort hat sich für die Frauen noch weiter verschlechtert, weil ihr Lebensraum fast ausschließlich auf die engen behelfsmäßigen Unterkünfte reduziert wurde. Sie konnten nicht mehr Zuflucht in den Feldern, die sie zu bestellen hatte, suchen. Die Kontrolle durch die Männer wurde total.

Majrouh hat hier die Mehrzahl der in dem Buch enthaltenen landay sammeln können. Auch in ihnen spiegelt sich eine verwirrende Übereinstimmung mit den Zielen und Wert einer Gesellschaft wieder, die die Frauen zu Wesen herabgestuft hat, die kaum mehr Wertschätzung genießen als die Tiere, die den Lebensunterhalt sichern.

Als übergreifender Eindruck bleibt aber ein Gefühl der Rebellion, ein erstaunliches Maß an Selbstbewusstsein und Stolz, an Lebensgier und Sensualität, das man von diesen verhüllten, weggesperrten und von der Allmacht der Männer abhängigen Frauen nicht erwarten würde.

My lover is the ornament around my neck.

I might go naked, but without my necklace never!

Majrouh, der uns diesen seltenen Zugang zu einer verborgenen Welt ermöglicht hat, wurde im Februar 1988 in Peshawar von Unbekannten ermordet. Er gilt als einer der wichtigsten afghanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Sein Hauptwerk, das Epos Ego-Monster, ist aber weder auf Deutsch noch auf Englisch zu lesen. Dieses Werk, das noch vor dem Einmarsch der Sowjetunion, dem Bürgerkrieg zwischen den Mujahedin und vor den Taliban geschrieben wurde, nimmt bereits die Schrecken, die Afghanistan durchlebt hat, voraus.

Ego-Monster ist bislang nur in zwei Bänden auf Französisch erschienen. Vielleicht sieht ein Verleger, der weiß, wie wichtig das Verständnis einer Kultur ist, wenn man einem Land beim Wiederaufbau helfen will, hier eine dankbare Aufgabe.

PS: Einige der landay sollen auf Audio-Kassetten in den Flüchtlingslagern in Pakistan kursieren oder kursiert haben. Wenn jemand durch Zufall eine solche Kassette in die Hände bekommt – ich wäre für eine Kopie äußerst dankbar.




Deprecated: Function split() is deprecated in /home/www/web92/html/mebb/notes/wp-includes/cache.php on line 215